Roadmap Germany: Gemeinsam für einen verlässlichen Rahmen für zukunftsfähiges Bauen
Gemeinsam Zukunft bauen
Zukunftsfähig bauen ist machbar
Die Baupraxis steht an einem Wendepunkt. Hohe Preise, niedrige Investitionen und knappe Ressourcen bremsen Neubau und Sanierung. Zugleich setzen Klimafolgen, Materialabhängigkeiten und wachsender Flächendruck die gebaute Umwelt unter Druck.
Genau deshalb braucht es einen neuen Blick auf das Bauen. Wie wir bauen, entscheidet über Emissionen, Ressourcen und Flächen, und ebenso über Lebensqualität, Bezahlbarkeit und die Zukunftsfähigkeit unserer Städte und Gemeinden. Wer Wohnungsbau, Klimaschutz, Ressourcenschonung und Biodiversität zusammen denkt, findet Lösungen, die sozial tragfähig und ökologisch wirksam sind. Zahlreiche Projekte beweisen schon heute, dass zukunftsfähiges Bauen machbar ist.
Die Roadmap Germany übersetzt das verbleibende Treibhausgasbudget in einen klaren, wissenschaftsbasierten Grenzwert und einen gesamtheitlichen Vorschlag für die Baupraxis. Daraus leitet sich ab, welche Schritte Baupraxis und Politik jetzt gehen können. Die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) verpflichtet Deutschland, bis Anfang 2027 einen Fahrplan für Lebenszyklus-Grenzwerte vorzulegen. Wie viel Orientierung der Fahrplan ab 2027 schafft, entscheidet sich an klaren Grenzwerten und verbindlichen Zielsetzungen. Die Roadmap Germany setzt sich dafür ein, dass der Fahrplan frühzeitig verbindliche und praxistaugliche Grenzwerte festsetzt, anschlussfähig an bestehende Prozesse und Verfahren. Gleichzeitig machen wir uns für eine ganzheitliche Betrachtung stark, die auch Biodiversität und Ressourcennutzung einbezieht.
Die Roadmap Germany hat das verbleibende Treibhausgasbudget in einen konkreten pariskompatiblen Grenzwert übersetzt. Ab 2027 verbleiben 4,55 kg CO₂e/m²a (NRF) für die konstruktionsbedingten grauen Emissionen im Hochbau. Diese Zahl ist wissenschaftlich hergeleitet und an realen Projekten geprüft und bestätigt: wir können zu diesem Grenzwert bauen.
Hinter dem Ansatz und den Vorschlägen der Roadmap Germany steht eine wachsende Koalition aus Baupraxis, Planung, Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft. Wir sind Teil eines internationalen Netzwerk ähnlicher Initiativen und arbeiten eng mit der Dänischen Reduction Roadmap, die sich bereits 2023 erfolgreich für eine regulatorische Verankerung von Grenzwerten eingesetzt hat.
Auch Du und Deine Organisation könnt über das Unterstützer:innenformular Teil der Bewegung werden und die Forderungen der Roadmap Germany unterstützen. Melde Dich über unser Kontaktformular, wenn Du an einer Mitarbeit in unseren Arbeitsgruppen interessiert bist oder mit uns zum Reduktionspfad und Methodik ins Gespräch kommen möchtest.
Verlässlichen Rahmen schaffen
Was wir jetzt fordern
Die Roadmap Germany und die unterstützenden Organisationen fordern, Treibhausgas-Grenzwerte im Bau- und Gebäudebereich rechtlich zu verankern und das bauen gesamtheitlich zu denken: pragmatisch, fristgerecht und anschlussfähig an bestehende Prozesse.
1. Grenzwert frühzeitig festlegen: Der deutsche EPBD-Fahrplan soll bereits 2027 einen verbindlichen und praxistauglichen Lebenszyklus-Grenzwert benennen. Unser Vorschlag: höchstens 4,55 kg CO₂e/m²a (NRF) für die grauen Emissionen im Hochbau.
2. Anpassungspfad bis 2045 definieren: Ein schrittweise sinkender Absenkpfad mit verbindlichen Zwischenzielen gibt Unternehmen und Planenden Vorlauf für Investitionen, Innovation und Qualifizierung. Er wird regelmäßig überprüft und an neue Erkenntnisse angepasst.
3. An bestehende Prozesse anschließen: Die Grenzwerte müssen mit Ökobilanzierung, Förderung, Planung und Genehmigung zusammenspielen. Dazu gehört eine verpflichtende Ökobilanzierung in allen Planungsphasen.
Was Du tun kannst
Roadmap Germany für klimafreundliches Bauen jetzt unterstützen!
Mit unserer Unterstützer:innen-Liste zeigen wir: Immer mehr Akteur:innen stehen hinter den Zielen und Forderungen der Roadmap Germany. Wenn Unternehmen, Kommunen, Kammern und Verbände öffentlich mit ihrem Namen auftreten und ambitionierte Grenzwerte fordern, stärkt das unsere gemeinsame Sichtbarkeit, Wirkung und die Chance auf eine klare Regulierung. Jede Stimme zählt: ob als Organisation oder als Einzelperson und viele sind bereits dabei.