Roadmap Germany: Gemeinsam für einen verlässlichen Rahmen für zukunftsfähiges Bauen

©Jan Rottler

Gemeinsam Zukunft bauen

Zukunfts­fähig bauen ist mach­bar

Die Bau­pra­xis steht an einem Wen­depunkt. Hohe Preise, nied­rige Inves­titio­nen und knappe Res­sour­cen brem­sen Neu­bau und Sanie­rung. Zugleich set­zen Kli­mafol­gen, Mate­rial­abhän­gig­kei­ten und wach­sen­der Flä­chen­druck die gebaute Umwelt unter Druck.

Genau des­halb braucht es einen neuen Blick auf das Bauen. Wie wir bauen, ent­schei­det über Emis­sio­nen, Res­sour­cen und Flä­chen, und ebenso über Lebens­qua­lität, Bezahl­bar­keit und die Zukunfts­fähig­keit unse­rer Städte und Gemein­den. Wer Woh­nungs­bau, Kli­maschutz, Res­sour­cen­scho­nung und Bio­diver­sität zusam­men denkt, fin­det Lösun­gen, die sozial trag­fähig und öko­logisch wirk­sam sind. Zahl­rei­che Pro­jekte bewei­sen schon heute, dass zukunfts­fähi­ges Bauen mach­bar ist.

Die Road­map Ger­many über­setzt das ver­blei­bende Treib­haus­gas­bud­get in einen kla­ren, wis­sen­schafts­basier­ten Grenz­wert und einen gesamt­heit­lichen Vor­schlag für die Bau­pra­xis. Dar­aus lei­tet sich ab, wel­che Schritte Bau­pra­xis und Poli­tik jetzt gehen kön­nen. Die EU-Gebäu­dericht­linie (EPBD) ver­pflich­tet Deutsch­land, bis Anfang 2027 einen Fahr­plan für Lebens­zyklus-Grenz­werte vor­zule­gen. Wie viel Ori­entie­rung der Fahr­plan ab 2027 schafft, ent­schei­det sich an kla­ren Grenz­wer­ten und ver­bind­lichen Ziel­set­zun­gen. Die Road­map Ger­many setzt sich dafür ein, dass der Fahr­plan früh­zei­tig ver­bind­liche und pra­xis­taug­liche Grenz­werte fest­setzt, anschluss­fähig an bestehende Pro­zesse und Ver­fah­ren. Gleich­zei­tig machen wir uns für eine ganz­heit­liche Betrach­tung stark, die auch Bio­diver­sität und Res­sour­cen­nut­zung ein­bezieht.

Die Road­map Ger­many hat das ver­blei­bende Treib­haus­gas­bud­get in einen kon­kre­ten pariskom­pati­blen Grenz­wert über­setzt. Ab 2027 ver­blei­ben 4,55 kg CO₂e/m²a (NRF) für die kon­struk­tions­beding­ten grauen Emis­sio­nen im Hoch­bau. Diese Zahl ist wis­sen­schaft­lich her­gelei­tet und an rea­len Pro­jek­ten geprüft und bestä­tigt: wir kön­nen zu die­sem Grenz­wert bauen.

Hin­ter dem Ansatz und den Vor­schlä­gen der Road­map Ger­many steht eine wach­sende Koali­tion aus Bau­pra­xis, Pla­nung, Wis­sen­schaft, Indus­trie und Zivil­gesell­schaft. Wir sind Teil eines inter­natio­nalen Netz­werk ähn­licher Initia­tiven und arbei­ten eng mit der Däni­schen Reduc­tion Road­map, die sich bereits 2023 erfolg­reich für eine regu­lato­rische Ver­anke­rung von Grenz­wer­ten ein­gesetzt hat.

Auch Du und Deine Orga­nisa­tion könnt über das Unter­stüt­zer:innen­for­mular Teil der Bewe­gung wer­den und die For­derun­gen der Road­map Ger­many unter­stüt­zen. Melde Dich über unser Kon­takt­for­mular, wenn Du an einer Mit­arbeit in unse­ren Arbeits­grup­pen inter­essiert bist oder mit uns zum Reduk­tions­pfad und Metho­dik ins Gespräch kom­men möch­test.

  • Woodscraper, 2025, ©Jan Rottler

    Woodscraper, 2025, ©Jan Rottler

  • Haus ohne Dämmung, ©Jan Rottler

    Haus ohne Dämmung, ©Jan Rottler

Verlässlichen Rahmen schaffen

Was wir jetzt for­dern

Die Road­map Ger­many und die unter­stüt­zen­den Orga­nisa­tio­nen for­dern, Treib­haus­gas-Grenz­werte im Bau- und Gebäu­debe­reich recht­lich zu ver­ankern und das bauen gesamt­heit­lich zu den­ken: prag­matisch, frist­gerecht und anschluss­fähig an bestehende Pro­zesse.

1. Grenz­wert früh­zei­tig fest­legen: Der deut­sche EPBD-Fahr­plan soll bereits 2027 einen ver­bind­lichen und pra­xis­taug­lichen Lebens­zyklus-Grenz­wert benen­nen. Unser Vor­schlag: höchs­tens 4,55 kg CO₂e/m²a (NRF) für die grauen Emis­sio­nen im Hoch­bau.

2. Anpas­sungs­pfad bis 2045 defi­nie­ren: Ein schritt­weise sin­ken­der Absenk­pfad mit ver­bind­lichen Zwi­schen­zie­len gibt Unter­neh­men und Pla­nen­den Vor­lauf für Inves­titio­nen, Inno­vation und Qua­lifi­zie­rung. Er wird regel­mäßig über­prüft und an neue Erkennt­nisse ange­passt.

3. An bestehende Pro­zesse anschlie­ßen: Die Grenz­werte müs­sen mit Öko­bilan­zie­rung, För­derung, Pla­nung und Geneh­migung zusam­men­spie­len. Dazu gehört eine ver­pflich­tende Öko­bilan­zie­rung in allen Pla­nungs­pha­sen.

Was Du tun kannst

Road­map Ger­many für kli­mafreund­liches Bauen jetzt unter­stüt­zen!

Mit unse­rer Unter­stüt­zer:innen-Liste zei­gen wir: Immer mehr Akteur:innen ste­hen hin­ter den Zie­len und For­derun­gen der Road­map Ger­many. Wenn Unter­neh­men, Kom­munen, Kam­mern und Ver­bände öffent­lich mit ihrem Namen auf­tre­ten und ambi­tio­nierte Grenz­werte for­dern, stärkt das unsere gemein­same Sicht­bar­keit, Wir­kung und die Chance auf eine klare Regu­lie­rung. Jede Stimme zählt: ob als Orga­nisa­tion oder als Ein­zel­per­son und viele sind bereits dabei.

Unterstützt von
  • Werner Sobek